Wissen, was läuft

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Die Top Stories der RHEINPFALZ

Transkript

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00:00:00: Am Autobahnkreuz

00:00:01: neunundzwanzig Kreuz Meckenheim den rechten Fahrstreifen benutzen, um den Schildern auf

00:00:06: A-Fünfhundertfünfundsechzig Richtung Altenaar zu folgen.

00:00:09: Elf Kilometer noch?

00:00:10: Dann sind wir da!

00:00:14: Es sieht heute irgendwie ein wenig freudlicher aus als

00:00:17: damals... Ja

00:00:19: das kann man so sagen

00:00:21: fünf Jahre schon.

00:00:24: Ich erinnere mich auch an den Morgen, als ich aufgewacht bin am vierzehnten Juni zwanzig Einenzwanziger

00:00:33: und Das Handy voll war mit Eilmeldungen.

00:00:37: Wir kamen

00:00:37: dann in der Redaktion zusammen, natürlich erst mal Sonderkonferenz gehabt und haben uns die Lage angeschaut.

00:00:49: Und ich glaube von dir kam relativ schnell der Vorschlag wir müssen da hinfahren.

00:00:55: Ja, ich glaube abends haben wir irgendwie geschrieben dann oder so ne?

00:00:57: Ich weiß gar nicht wie das waren und dann waren wir zwei Tage später wann wir da.

00:01:02: ne?

00:01:04: Wir sind nicht am nächsten Tag sondern am zweiten Tag glaube ich gefahren oder

00:01:09: Ja, ich erinnere mich auch so.

00:01:11: Wir haben natürlich ganz kurz

00:01:14: überlegt

00:01:15: innerhalb

00:01:15: der Redaktion was wir auf keinen Fall machen

00:01:17: wollten ist eine Art Katastrophentourismus

00:01:21: oder ein Katastrophe-Pornoverort.

00:01:25: aber uns war ganz

00:01:26: schnell klar

00:01:28: wir wollen unbedingt zeigen was da passiert ist wie es den Leuten geht und vor allem

00:01:33: was die Leute jetzt

00:01:33: brauchen Und was nicht dann auch überrascht hat mit wie offenen Armen wir da empfangen wurden.

00:01:41: Die Leute haben sich wirklich gefreut, nicht

00:01:44: nur über die vielen

00:01:45: Helfer, die da waren sondern auch über Medienvertreter wie uns und haben uns ihre Geschichten erzählt und man hat gemerkt das musste raus.

00:01:56: Das sind Menschen die teilweise alles verloren haben, die teilweise

00:01:59: Kindereltern

00:02:00: oder Großeltern

00:02:01: verloren haben

00:02:02: und diese Geschichten einfach

00:02:05: erzählen mussten

00:02:06: und die Hilfe brauchten.

00:02:08: Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie wir damals an dem Hotel zu alten Post vorbeigelaufen

00:02:14: sind.

00:02:15: Das sind die Eheleute Günther und Petra

00:02:18: Lang.

00:02:19: Und die treffen wir gleich und da bin ich wirklich gespannt was die erzählen, wie es ihnen fünf Jahre später geht.

00:02:27: das Hotel war damals bis zum zweiten Stock unter Wasser und da war gar nichts mehr irgendwie zu gebrauchen.

00:02:38: Ich glaube

00:02:38: von den ganzen Stühlen, ich glaube die hatten irgendwie hundertvierzig Stühle in ihrem Saal stehen ist einer übrig geblieben.

00:02:46: Den haben wir damals auch fotografiert Ja und mit denen haben wir jetzt gleich einen Termin.

00:02:52: da bin ich wirklich gespannt was die erzählen

00:02:56: Und

00:02:57: ob sie überhaupt noch im Motelgewehr besind?

00:03:01: Ich war jetzt seitdem auch nicht wieder da!

00:03:03: Ich bin total gespannt wie das heute aussieht.

00:03:07: Ich war ein Jahr später nochmal Und habe da auch mit Leuten

00:03:11: geredet und das sah es wirklich schon

00:03:15: komplett anders aus.

00:03:16: Man hat es natürlich noch gesehen, es war noch nicht alles wieder

00:03:19: aufgebaut.

00:03:21: Viele Hotels

00:03:21: hatten dann auch,

00:03:22: ein Interesse.

00:03:23: der Haus hatte dann auch dauerhaft geschlossen.

00:03:25: Der Müll war weggeräumt die Autos, die noch beim ersten Mal noch teilweise auf dem Dach lagen waren alle schon weggeräumnt.

00:03:34: aber jetzt war ich auch seit

00:03:35: vier Jahren nicht mehr da Ja... Die Autobahn war damals gesperrt die fünfundundfünfundsechzig, glaube ich.

00:03:44: Als wir hier hingefahren sind, sind wir hier in Bad Neuenahr-Ahrweiler abgefahren weil man gar nicht weiterfahren konnte.

00:03:55: Wegen der Flug

00:03:56: dann auch schon gesperrt?

00:03:57: Ich glaube wohl!

00:04:00: Wir waren ja auch da oben bei dem Treffpunkt von den Helfern

00:04:04: mit den Hubschraubern, erinnerst du dich noch?

00:04:07: Ja das habe ich überhaupt nicht vergessen.

00:04:11: Das war schon krass, wie die dann im Minutentakt angekommen sind.

00:04:17: Das hatte bei aller Katastrophe was Beeindruckendes.

00:04:23: Ja und ich weiß noch,

00:04:29: wie wir

00:04:32: in Altenau

00:04:33: gelandet sind, wo wir zuerst

00:04:35: reingefahren sind.

00:04:38: Obwohl man Bilder gesehen hat, wie ich es gar nicht

00:04:41: glauben konnte ... Diese Schlamm-Massen,

00:04:45: links und rechts von den Straßen waren, Autos übereinander getürmt.

00:04:49: Es sah aus wie in einem

00:04:51: Kriegsgebiet.".

00:04:55: Ja so was habe ich vorher noch nie gesehen!

00:05:00: Ach guck mal wir fahren genau die Strecke.

00:05:03: da kommt gleich der Platz wo das mit den Hubschraubern war weil da vorne an des Haus konnte ich mich erinnern.

00:05:09: Da stand damals nämlich dann Feuerwehr und alles

00:05:13: Richtig.

00:05:14: da oben hatte das

00:05:15: THW sein Camp eingerichtet.

00:05:18: Gott guckt ihm halt nicht Baufahrzeuge, ja.

00:05:28: Die sind auch noch nicht fertig, ne?

00:05:31: Auch wenn fünf Jahre vorbei sind

00:05:32: ... Nee natürlich

00:05:33: nicht!

00:05:34: Das ist bei Weitem noch nicht alles wieder so wie es sein soll... Es ist ein komisches Gefühl.

00:05:42: Hatte

00:05:43: ich jetzt die ganze Fahrt nicht aber jetzt wo wir hier herfahren, ist es komisch.

00:05:52: Geht

00:05:52: mir genauso.

00:05:53: Damals auf dem Spielplatz in vorne waren keine Kinder.

00:05:56: also das war Da waren nur Leute mit Einsatzkleidung auf dem Parkplatz.

00:06:10: Und es ist ja eine wunderschöne Gegend hier, ich meine nicht umsonst ist hier auch so viel Tourismus.

00:06:19: Damals hatten wir die Straße allein Die war gesperrt.

00:06:23: da sind

00:06:23: wir nur durchgekommen

00:06:24: weil wir Presseausweis hatten.

00:06:28: Ja weiß

00:06:28: ich noch Er war alles abgesperrt und da unten hinter der Kurve standen dann auch Polizisten die gefragt haben

00:06:37: was wir hier machen.

00:06:39: Ja.

00:06:41: Jetzt haben wir noch drei Kilometer, dann sind wir in Altnahr und da konnten wir damals

00:06:46: gar nicht reinfahren.

00:06:48: Da mussten wir oben, haben wir geparkt und sind dann runtergelaufen.

00:06:52: War ja unmöglich damit im Auto herzufahren.

00:06:55: Links abbiegen, Schilder nach Bad Neunahl B- electricity.

00:07:03: Ah Rotweinstraße.

00:07:04: Albar.

00:07:05: Dem

00:07:05: Streckenverlauf anderthalb Kilometer folgen.

00:07:09: Und hier war irgendwo so eine Autowerkstatt?

00:07:12: Hier haben wir Vorne Autolack,

00:07:15: genau.

00:07:15: Da war noch einer drin, die ist leer.

00:07:18: Die gibt's nicht mehr.

00:07:20: Da hat mir eine Mitarbeiterin gefragt, ob das okay ist wenn wir den Nutz auf dem Parkplatz

00:07:24: stellen?

00:07:31: Hier ging es so runter.

00:07:32: Da waren die Garagen alle überschwemmt und die Häuser nicht.

00:07:36: Aber da gingen sie in die Garageln rein.

00:07:39: Sie standen hier unter Wasser.

00:07:42: Jetzt fahren wir einen kleinen Berg runter.

00:07:47: Genau, da unten ist der Stahl.

00:07:48: Um in die Innenstadt zu kommen liegt einiges tiefer als hier die Häuser.

00:07:54: Obwohl hier damals auch schon alles der ganze Mülle und so standen.

00:07:58: Die waren jetzt

00:08:01: nicht

00:08:01: betroffen.

00:08:02: Das Wasser ist hier die Straße runtergelaufen.

00:08:05: Der Regen ist dann in die Garageneinfahrten.

00:08:09: Die sind halt tiefer.

00:08:14: Hier sind wir her gelaufen.

00:08:15: Da war ja alles

00:08:17: nur Müll.

00:08:19: Wir lagen ja alles

00:08:20: voll.

00:08:24: Hier siehst du auch, ne?

00:08:26: Da

00:08:28: ist das Rathaus hier rechts.

00:08:30: Ja.

00:08:32: Da ist auch Baustelle.

00:08:33: Das Rahmenhaus ist noch Baustellen.

00:08:34: Wahnsinn!

00:08:35: Es sind nur Sperrholzplatten in den Fenstern drin.

00:08:38: Hätte ich

00:08:38: jetzt nicht gedacht muss ich ehrlich sagen.

00:08:42: und das Haus hier ist zum Verkaufen

00:08:46: nach zweihundert Metern

00:08:47: links abbiegen.

00:08:51: da vorne ist das Hotelpost

00:08:54: Gegenüber?

00:08:54: Ach, die haben gegenüber jetzt.

00:09:00: Die haben gegenüber noch so ein Gästehaus.

00:09:03: Das ist alles noch zerstört.

00:09:08: D.h.,

00:09:08: das haben sie gar nicht wieder fertig gemacht.

00:09:19: Toll, dass es geklappt hat!

00:09:20: Vielen Dank der Kollege und ich.

00:09:25: Wir waren damals zwei Tage später hier und sind durch Altnagel laufen haben uns das angesehen und es ist uns ihr Haus damals auch aufgefallen.

00:09:35: Ja, weil diese Terrasse ja ... Das war alles ... Können Sie sich...

00:09:39: Ich glaube

00:09:40: die Frage ist rhetorisch aber können sie sich an den Tag noch erinnern?

00:09:44: Mögen Sie mal erzählen wie das damals für Sie war.

00:09:46: also wann ist Ihnen so klar geworden wo das jetzt nicht mehr normal was hier passiert?

00:09:53: Eigentlich ziemlich spät weil man keinerlei Info hatte und man weiß dass hohe Wasser kommt.

00:09:59: Wir haben am frühen Abend noch angefangen, unten im Kellerwald abzudichten.

00:10:02: Pegel haben wir geguckt natürlich aber wir wussten ja gar nicht dass der Pegel schon nicht mehr da ist.

00:10:07: Und sie hatten damals auch Gäste hier?

00:10:09: Ja rund

00:10:10: achtzig Gästchen im Restaurant und ein Teil im Hotel Ladauch.

00:10:13: Da hätten wir hundertfünfzig Späten insgesamt und alles nachher mit hoch weil weg gegen gibt mich mehr.

00:10:20: Wir sind gegen halb acht aus dem Restaurant raus, stand schon Knöschel rum Wasser.

00:10:25: deswegen eigentlich recht spät.

00:10:27: Wann haben Sie zum ersten

00:10:28: Mal

00:10:29: Überhaupt mitgekriegt, dass es ein Hochwasser gibt?

00:10:31: War das schon Tage vorher

00:10:33: oder...?

00:10:33: Ja, Tage vorher schon.

00:10:35: Wir haben Flusswohnen, der kennt Hochwasser.

00:10:38: Sechzehn war ja das andere Hochwasser... Da hatten wir keinen Tropfen im Haus!

00:10:42: Wir haben uns erst mal Wasser im Haus gehabt.

00:10:44: Deswegen stand noch nie unten am Parkplatz

00:10:47: Und sie hatten ja beide schon.

00:10:49: Das hier war Gästehaus und das Haus gegenüber, die Gästen waren in beiden.

00:10:55: Die sind dann von da rüber?

00:10:58: Wir

00:10:58: haben ein Teil aus dem Restaurant raus, weil nachher eine Decke runtergekommen ist, weil die Abflüsse oben drauf ist nicht mehr geschafft haben.

00:11:05: Deswegen hat die Feuerwehrs-Restaurant geräumt.

00:11:08: Ein Teil hierhin und die anderen mit hoch.

00:11:12: Wie war es mit den Gästern?

00:11:13: Hatten Sie Angst?

00:11:16: Eigentlich war sie ziemlich ruhig.

00:11:17: Waren eigentlich alle ziemlich gefasst, geschockt wie auch immer.

00:11:21: Das heißt die hatten gar nicht so viel Zeit darüber nachzudenken was da passiert und dann waren damit beschäftigt auch ihre Gäste irgendwie zu betreuen?

00:11:28: Ja,

00:11:29: weil ja Mitarbeiter noch im Haus hatten ja normalen Restaurantbetrieb.

00:11:32: Nach Corona wir durften gerade erst.

00:11:35: Deswegen hatten wir einen unheimlichen Wagenbestand da.

00:11:38: Wir haben am Tag selbst noch tausend Flaschen Wein bekommen.

00:11:42: Gut, die gab es dann am anderen Tag nicht mehr.

00:11:44: Doch unter der Schlammschicht!

00:11:48: Nicht mehr alle.

00:11:52: Und gab's so einen Moment für Sie, wo sie gedacht haben jetzt ist alles verloren in der Nacht irgendwie?

00:12:02: Also ich meine man hat ja wahrscheinlich am Anfang immer noch Hoffnung dass es nicht so schlimm wird oder?

00:12:06: Es stand schon im Restaurant das wussten wir ja.

00:12:08: und dann sagen wir sind die erste Etage hoch Tür verbarrikadiert sondern so eine Feuertür in der hofftung dass es reicht und man weiß es ja nicht.

00:12:17: Wir standen ja erst auf der Dachterrasse oben, konnten uns da ganz nicht hauptsächlich angucken.

00:12:23: Aber irgendwann war es auch dunkel, oder?

00:12:25: Ja nachher.

00:12:26: Wie war das in der Nacht?

00:12:27: Können Sie sich dann noch... Um halb

00:12:31: zwölf hat Wasser angefangen zu sinken.

00:12:35: Eine Treppenstufe hatten wir bis zur ersten Etage und dann konnte man ablesen, dass es sinkt.

00:12:43: Und dann, klar ... Leute waren ja schon beruhigt, Mini-Bars waren leer.

00:12:47: Äh, ja.

00:12:50: Und dann versuchen wir mal zu schlafen?

00:12:52: Ja, da hab

00:12:54: ich den ganzen Gäste in die Zimmer gekriegt und haben den Betttücher in die Hand gedrückt.

00:12:59: Wir sagten, egal ob das euer Zimmer vorher war oder nicht ... Hier habt ihr Betttüsche, legt euch einfach hin!

00:13:05: Ob's Hausgäste waren noch nicht?

00:13:07: Kommt ihr keiner mehr

00:13:07: weg?!

00:13:07: Ja, aber auch fremde Gästen waren.

00:13:08: Ja...

00:13:10: Und wir sind dann, ist doch mal alle ... halbe Stunde aufgestanden und haben geguckt, ob wirklich das Wasser weiter sinkt.

00:13:19: In dem Fall dass es wieder gestiegen wäre hätten wir ja dann alle wieder aus den Zimmern rausholen müssen.

00:13:26: aber das ist Gott sei Dank dann anders gewesen.

00:13:30: aber du hast es trotzdem irgendwie

00:13:32: nicht kapiert

00:13:34: überhaupt nicht.

00:13:36: ich habe auch gedacht als ich

00:13:37: am nächsten

00:13:37: morgen runtergekommen bin hab ich mir gedacht ohja sieht jetzt schlimm aus ein bisschen aufräumen.

00:13:44: Ach, da sind wir ja schnell

00:13:45: wieder da.

00:13:46: Das

00:13:46: war aber falsch!

00:13:48: Wann hat es Klick gemacht?

00:13:49: Dass das dann doch nicht so ist?

00:13:51: Eigentlich erst nachdem die ersten Wochen vorbei waren und man mit dem Aufräum arbeiten beschäftigt.

00:14:04: Und da hast du auch gar nicht über irgendwas Zukunftiges nachgedacht.

00:14:08: Aber als dann das meiste vom Aufräumen fertig war, dann hast du mir gedacht, boah auf jeden Fall... Geht dann jetzt weiter?

00:14:15: Und da hast du erst richtig angefangen, über alles gemacht.

00:14:22: Dann war ja auch die Entscheidung machen wir da, machen wir das, machen gar nichts

00:14:27: mehr und das hat dann doch ein paar Monate

00:14:30: gedauert.".

00:14:31: Das ist ja ein kompletter Neu-Anfangenen.

00:14:36: Darf ich fragen wie alt Sie sind?

00:14:38: Noch nicht ganz neunundfünfzig!

00:14:42: Da möchte man ja nicht unbedingt auch ganz neu anfangen wieder, oder?

00:14:46: Nee in dem Alter eigentlich nicht.

00:14:47: Klar hier ist jetzt... ...Dreiundzwanz schon mal eröffnet.

00:14:52: Sind jetzt drei Jahre her.

00:14:54: Was hat die Flut da mit Ihnen persönlich so gemacht?

00:14:56: Ist es für Sie noch ein... Also jahrestag denke ich mal, aber beschäftigt sie das?

00:15:02: Ist das irgendwo bei Ihnen präsent?

00:15:04: Oder ist es dann irgendwann...?

00:15:07: Ich meine gut wenn man hier durch Alt Nah läuft, Es ist täglich

00:15:11: präsent, man macht sich aber gar keine Gedanken darüber.

00:15:15: Über den Jahrestag machen sich mehr Leute Gedanken die von außerhalb kommen wie von hier selber.

00:15:19: Uns wär's

00:15:20: eigentlich am liebsten, es würde nicht so ein Aufstand da drüber gemacht werden.

00:15:24: Wir haben hier... wir nennen das Kirchentreppenbier weil nach der Flut ist sich

00:15:33: abends

00:15:33: immer an der Küchentreppe und in den Platz daneben getroffen worden.

00:15:37: Da kann man zusammen, hat gesprochen, hat etwas gegessen weil auch am Anfang ja immer welche waren die was geguckt haben und hat was gedrungen, hat miteinander gesprochen.

00:15:48: so und das haben wir wieder aufleben lassen vor drei Jahren ja ungefähr und machen das nicht einmal im Monat aber doch sehr regelmäßig.

00:16:00: Und dann haben wir für uns auch entschieden, dass ist das wie wir den Jahrestag nicht feiern.

00:16:06: Aber die denken wollen und dann setzen wir uns wieder an die Treppe und trinken zusammen und sprechen.

00:16:14: Und was anderes wollen wir eigentlich

00:16:15: gar nicht.

00:16:16: Sind Freunde von Ihnen oder so gegangen?

00:16:20: Alle hier geblieben.

00:16:21: Hatten Sie in Ihrer Familie irgendwie... Schweres passiert.

00:16:27: Gott sei Dank nicht, weder Familien noch Mitarbeiter noch Gäste noch eingeschleppt.

00:16:34: Also Hunde hat es mal oft genug im Haus.

00:16:36: Da haben

00:16:37: wir Gott sei dank nichts gefunden und sonst weiß ich wirklich nicht wie's gegangen wäre.

00:16:42: Ich kann mich daran erinnern, dass wir am Anfang durchgelaufen sind und das gefragt haben, wofür diese Kreuze irgendwie waren.

00:16:47: Da waren ja so rote Kreuzen, also verschiedene von... Wir waren aber so Feuerwehrmann oder vom THW damals gefragt oder was?

00:16:54: Und die dann sagten, dass sie das markiert haben wo Häuser sind, wo noch jemand vermutet wird und so.

00:17:03: Ja, anfangs waren ja sehr viele vermisst weil einfach die Leute versprengt waren überall und nirgends.

00:17:07: Wir waren auch vermisst.

00:17:11: Wir wussten gar nicht, was wo für ein Mist war.

00:17:14: Weil man uns einfach nicht gefunden hat dem Haus... Aber

00:17:16: Sie waren ja auf der anderen Seite, ne?

00:17:18: Also es stand in dem Text drin dass sie oben irgendwie in ihrer Wohnung da waren.

00:17:22: Ja,

00:17:23: wir sind klar mit allen Gästen nach Hof raus gingen ich mehr und dann von eins auf zwei gezogen weil wenn ich weiß ob's reicht

00:17:31: Haben Sie mit den Gästen damals noch Kontakt mit meinen?

00:17:36: Nein, eigentlich nicht!

00:17:38: Für uns ist wirklich ein kompletter Neuanfang.

00:17:41: Auch fast kein Stammgast kommt mehr von früher.

00:17:44: Klar ist es auch schon eine Zeit her, die sind auch älter geworden.

00:17:47: Zwei Corona hatten wir vorher und deswegen ist das auch schon in gewisser Zeit.

00:17:51: Das ist auch total verändert und ich glaube dass ist auch so ein Thema bei den Gästen von früher, die teilweise glaube ich Angst vor der davor haben zu kommen und zu sehen wie das jetzt komplett anders ist.

00:18:06: also nicht nur unser Haus sondern

00:18:08: auch der Ort.

00:18:21: Wir haben es aufgegeben.

00:18:22: Es steht zum Verkauf und mal gucken, was passiert.

00:18:24: Das sind das Schwergefallen?

00:18:26: Nachdem wir die Entscheidung getroffen haben wie wir etwas weitermachen wollen nicht Ich bin praktisch jeden Tag drin.

00:18:32: Wir haben uns als Lage.

00:18:34: Wir schlachten's aus wenn man hier was brauchen als Reparatursachen.

00:18:39: Im Prinzip nicht

00:18:40: Weil Sie haben es ja geerbt, wenn ich das richtig

00:18:42: weiß.

00:18:43: Das war

00:18:44: mein Großeltern und meine Eltern dann?

00:18:46: Die haben's aufgebaut!

00:18:48: Und das waren mal irgendwie Postkutschenhausen...

00:18:51: Genau so fing es mal ursprünglich an, ja.

00:18:55: Aus kleines Restaurant, ein paar Zimmer und bis halt zu hundertfünfzig im Endeffekt.

00:19:00: Hundertvierzte

00:19:01: Pletten.

00:19:04: Haben sie nach der Flugmar-Einsaufhören gedacht?

00:19:07: War das ein Thema?

00:19:09: Ja.

00:19:10: Das ist eine der Alternativen.

00:19:13: Das war eigentlich so das Thema.

00:19:14: Wir wollen gar nicht woanders hin, das ist unsere Heimat hier.

00:19:18: Unsere Freunde sind hier und ein Teil unserer Familie ist hier.

00:19:23: Und dann haben wir uns halt entschieden okay, dann wollen wir aber nicht das Ganze wieder machen und auch nicht das große Haus sondern das kleine Haus noch.

00:19:39: Wie war das beim Wiederaufbau?

00:19:40: Was war schwieriger?

00:19:43: Das Bauen die Bürokratie oder die seelische Belastung?

00:19:50: Seelische Belastung eigentlich nicht.

00:19:51: Wir haben uns entschieden, dass wir das hier machen wollen und dann geht es halt nach vorne.

00:19:57: Wir hatten handliche sieben Monate gebraucht um eine Nutzungsänderungen.

00:20:02: Hier war ein Lebensmittelmarkt genehmigt für einen Gasgewerber.

00:20:07: Sieben Monate.

00:20:08: Vereinfachtes Bauverfahren für eine Außenwerbung anderthalb Jahre.

00:20:12: Aber das hieß doch... Geht alles ganz schnell!

00:20:13: Ja, hieß es.

00:20:17: Nicht

00:20:17: so ganz.

00:20:19: Haben Sie sich, also hatten sie in der Zeit Ansprechpartner?

00:20:23: Also da gab es doch noch irgendwie auch irgendwelche extra-ansprechpartners vom Land und so.

00:20:29: Es

00:20:31: gab Fachleute von der ISB Bank, das ist ja die Bank für uns für den Wiederaufbau zuständig ist.

00:20:39: aber wir haben ja gar keine Mittel vom Land beantragt Hier was ganz anderes draus gemacht.

00:20:48: Hätten

00:20:48: wir eh kein Geld bekommen

00:20:51: oder vielleicht

00:20:52: mit einem ganz großen

00:20:53: Aufwand.

00:20:55: und dann haben wir für uns gesagt, ne wir gucken dass wir das

00:20:58: uns so schön

00:20:59: machen wie wir das wollen und lassen die Anträge weil es gab.

00:21:04: dann hätten wir wieder neue Gutachten haben müssen oder andere Gutachten die... Das was erstellt wurde teilweise nach

00:21:13: der Flut Das

00:21:15: waren gar nicht für diese Banken zuständig.

00:21:17: Die haben so ein Teil irgendwas reingeschrieben und das hätte

00:21:20: sowieso nicht verwendet.

00:21:20: Ja, die müssten da bei gegengelistet sein, sonst kann man es so nicht verwenden.

00:21:26: Wir waren versichert, wir haben uns abgefunden mit der Versicherung, haben das Geld von drüben genommen hier rein gesteckt

00:21:32: Und Sie hatten damals eine Versicherung gegen Hochwasser?

00:21:35: Ja,

00:21:36: Elementalversicherungen

00:21:37: haben wir.

00:21:38: Würden sie die heute hier noch bekommen?

00:21:42: Wir haben die doch!

00:21:42: Das

00:21:42: ist drüben alles versichert wie ein blühender Hotelbetrieb.

00:21:45: Aber

00:21:45: da haben Sie aber richtig Glück gehabt oder?

00:21:49: Ja das wir Geld bekommen haben ja und es hätten wir sowieso keine Chance gehabt dafür.

00:21:53: Naja weil man oft hört dass wenn man jetzt so nah am Fluss dass die Versicherung gar nicht mehr machen, ne?

00:22:02: Nur so.

00:22:02: Es ist nicht gekündigt worden von einer Seite her und es ist alles so versichert wie vorher aufwärft.

00:22:08: Wenn wir auch im Frühstück

00:22:09: das dann in Versicherungen

00:22:10: kündigen würden

00:22:11: wenn wir jetzt

00:22:13: das als

00:22:14: Ausgleich haben

00:22:15: und dann ...

00:22:16: Aber nee!

00:22:17: Wir bezahlen natürlich immer noch eine volle Summe als wenn das ein laufender Betrieb wäre aber sie ist halt

00:22:22: noch da.

00:22:23: Wie war es denn?

00:22:24: Wann haben Sie wieder eröffnet?

00:22:26: Wie lief das dann an, dass die Gäste wieder kamen?

00:22:29: Wir haben ihn im Juni, den ich eröffnet, rund zwei Jahre später.

00:22:36: Anfangs war es natürlich sehr schleppend, Touristen praktisch keine, sondern vielfach Handwerker, die irgendwo waren, vielfach von Leon Advice.

00:22:44: Dass sie das eine oder andere Zimmer belegt hatten, Restaurants eigentlich relativ gut und schnell angenommen wurden, muss man wirklich sagen, also da haben sie uns am Anfangs überrannt war natürlich auch deutlich weniger geöffnet wie heute.

00:23:00: Der

00:23:01: Tourismus kommt jetzt und ist eigentlich immer weiter gestiegen.

00:23:06: Die Prozips sind inzwischen alle Häuser wieder da oder fast alle wieder da, die vorher auch da waren.

00:23:13: also das Rohrmessig ist alles wieder da.

00:23:17: Ja dazu braucht man natürlich Touristen, dass wir hier noch sehr viele Hotelbetten.

00:23:23: Weil viele Hotels nicht wieder eröffnet

00:23:24: haben?

00:23:25: Ja unter anderem bei uns vielen ja allein schon mal hundert.

00:23:28: Dann ist Hotel Santana mit Hundertfünfzig Betten.

00:23:31: Hotel Lang, dann müssen fünfzig die fehlen.

00:23:35: Also dreihundfünftig vierhundert Betten kommen wir allein in Altenahr selbst – Hotelbetten.

00:23:40: Zuzüglich Campingplätze!

00:23:42: Denn da ist ja noch gar keine Entscheidung getroffen was überhaupt da passieren darf.

00:23:46: Das war ja

00:23:46: immer ein ganz starker, also gerade der Tragik-Purismus vom Campingplatz.

00:23:50: Für die Restaurants

00:23:52: war das immer eine ganz wichtige Einnahme.

00:23:55: Wenn Sie sich von der Landesregierung heute was wünschen dürften, was würden sie sich da wünscht?

00:23:59: Also nicht nur für sich vielleicht sondern auch für den Ort irgendwie.

00:24:03: Ein Prinzip das viele Entscheidungen schneller getroffen werden können.

00:24:08: Dass die öffentliche Hand wenn die etwas machen möchten nicht alle Wahnsinnsauflagen haben Sondern dass es da wirklich ein einfacher Weg gibt Das die sagen

00:24:19: können so Wir

00:24:20: wollen das so machen ist das okay?

00:24:23: Ja

00:24:24: gut Kleines Beispiel Fahrradweg hat eröffnet, vor kurzem bis Mai-Schoss.

00:24:31: Das letzte Stück bis Altner fehlt weil da waren vorher zwei Brücken.

00:24:36: Da sucht man noch einen Weg wie es gemacht werden darf.

00:24:38: Man plant jetzt Sachen.

00:24:41: Reicht das ein beim Wasserwirtschaftsamt?

00:24:43: Die sagen nein!

00:24:45: Die sagen aber nicht, wie sie's gerne hätten.

00:24:48: wenn da dann Zusammenspiel ist Wenn die sagen so und soll's sein kann man in die Richtung planen Und nicht erst Pläne erstellen und dann, nee ist nicht machen wir wieder neu.

00:24:58: Solche Sachen einfach!

00:25:00: Was für den Tagestourismus halt auch wichtig wäre?

00:25:03: Ja

00:25:03: absolut.

00:25:04: und für den Fahrradtourismus und wir merken also gerade... Also letztes Jahr waren schon mehr mit Fahrrädern aber dieses Jahr haben wir unheimlich viele Gäste mit Fahrrädern und die sind natürlich total enttäuscht wenn sie jetzt über der Straße fahren müssen und dann noch die Elgerwies dabei oder fährt natürlich gerade der Zug wieder nicht.

00:25:25: Mit den Bussen dürfen sie keine Fahrräder mitnehmen, also da wünscht man sich das doch ein bisschen mehr.

00:25:32: gesprochen wird auch und es ist halt auch blöd dann die Bahn fährt nicht und dann ist die Straße auch wieder gesperrt, der Busverkehr muss oben rum und dann weiß man nie genau

00:25:43: welcher

00:25:44: Bus fährt wann und wie genau?

00:25:46: Dann kommen die Busse gar nicht oder die Busfahrer sprechen kein Deutsch und wir sind noch.

00:25:52: Das ist eigentlich im Moment

00:25:53: ein großes Thema.

00:25:57: Ist es beim Gästen, der Tag vor fünf Jahren?

00:26:02: Ist das ein großes thema?

00:26:03: werden Sie da von den Gästern jetzt noch häufig darauf angesprochen und stört sie das oder...

00:26:09: Stören tut's nicht.

00:26:10: Angeschochen wird man auf jeden Fall täglich.

00:26:14: Viele Gäste interessiert es auch wie es war.

00:26:16: Manch einer traut sich jetzt erst ins Tal weil ja, trau sich!

00:26:22: Es standen gerade welche hier auf dem Parkplatz, die mit denen haben wir uns kurz unterhalten.

00:26:26: Die fragten sich ja, bis wohin war das Wasser denn?

00:26:32: und so?

00:26:33: Wir konnten es ihnen sagen, was wir gesehen haben!

00:26:37: Das hat mich gewundert weil ich auch gedacht, okay ist es fünf Jahre her aber für die Leute noch ein Thema.

00:26:45: Ja, auf jeden Fall Wir haben auch ein Buch geschenkt bekommen, was dann auf unser Haus von drüben abgezielt ist.

00:26:52: Also die Leute sind schockiert wie es ausgesehen

00:26:55: hat.

00:26:56: Wie hat sich den alten A seit der Flug verändert?

00:26:59: Ist das ein anderes Altenaar als vorher?

00:27:02: Alten war vorher schon stark im Wandel.

00:27:07: Der Tourismus, den es vorher gab oder früher gab, ging nach Corona einfach nicht mehr und da war man schon im Wandel.

00:27:15: jetzt wandelt sich natürlich noch mehr.

00:27:18: Es kommen viele junge Leute, vielleicht auch Helfer.

00:27:23: Und ja einfach wandern ist total in und das kann man natürlich machen.

00:27:29: Also hört sich jetzt ein bisschen Makabe an.

00:27:31: aber der ganze Neuaufbau und so eine Chance sich vielleicht auch so ein bisschen image mäßig zu verändern.

00:27:41: Früher war es ja mal weder Sauftourismus nur Weinfest oder Halligalli.

00:27:46: Das war im Vorfeld schon.

00:27:48: ob man absteigen darf, dass es sich nicht veränderte.

00:27:52: Das ist jetzt praktisch die Randsrum.

00:27:54: Ja, diese Art Dorismus gibt's einfach.

00:27:57: Ich wohne in Wachenheim direkt an der Weinstraße und das wird ja immer... Die Leute wollen einfach was höherwertiges.

00:28:06: Mein Vater ist früher mit dem Kegelklub, sind hier irgendwie an die Mosel gefahren da, weil sie nehmen mehr... Ja, genau und so.

00:28:15: Aber ich glaube das will heute keiner mehr.

00:28:17: Der Tourismus allgemein hat

00:28:18: sich verändert.

00:28:21: Also

00:28:23: Weintourismus ist ja...

00:28:25: Aber Genuss nicht unbedingt mal.

00:28:28: die Sonderzüge, die aus dem Kohlenpott kommen, setzen Fleisch Wein und Hals.

00:28:31: Die

00:28:31: gibt es auch nicht mehr.

00:28:32: Auch die jungen Leute,

00:28:33: die trinken, es war teilweise noch sehr viel

00:28:37: aber sehr bewusst, also

00:28:39: qualitativ

00:28:40: sehr

00:28:40: bewusst.

00:28:43: Weinproben sind in und eben das Wandern über

00:28:46: den Rotwand-Wanderweg

00:28:47: oder so.

00:28:47: Wenn wir die Aktion Weinfrühlinge oder Weinherbst haben an den Wochenenden im Frühjahr und im Herbst, können Sie sich nicht vorstellen wie viele Menschen hier am einem Tag Samstags oder Sonntags wenn das Wetter toll ist dann der Hunderte Unternehmung.

00:29:05: also Meine Frage, die jetzt gekommen ist wie der Tourismus sich verändert hat.

00:29:09: Also Corona und die Flut da hat dann einiges dazu getan dass sie das auch gewandelt hat.

00:29:18: Die Gäste die jetzt kommen mal so... Sind die Ausgabefreudiger?

00:29:25: Ausgabefreudig

00:29:26: ist man im Moment gar nicht.

00:29:28: Das

00:29:29: liegt aber nicht am Tal, sondern an der allgemeinen Situation.

00:29:34: Die Gäste halten das Geld fest und geben es bewusst aus.

00:29:40: Man weiß ja nicht was morgen ist auf die Art.

00:29:42: Das erzählen mir viele Gastronomen, die ich kenne.

00:29:44: Das hat wirklich mit dem Tal nichts zu tun.

00:29:46: Und die Verweildauer wird einfach kürzer!

00:29:50: Ich würde gerne noch mal auf die Bürokratie zurückkommen.

00:29:56: Fühlen Sie sich von Politik und Verwaltung ausreichend unterstützt?

00:30:02: Es ist auch eine schwierige Situation für die öffentliche Hand gewesen, es musste ja praktisch jeder mit einer Baugenehmigung haben.

00:30:10: Das sind nicht mehr Leute da gewesen, eher weniger wie mehr.

00:30:14: Dann wird das alles schwieriger mit der Bearbeitung dessen.

00:30:19: Haben Sie vielleicht ein Beispiel, wo Hilfe gut funktioniert hat?

00:30:25: Da haben sie mal einen Punkt gemacht oder... Also

00:30:28: was am besten funktioniert hat

00:30:30: war der Bahn.

00:30:32: Aber die Bahn machen durfte.

00:30:33: Genau.

00:30:34: Alles rechts und links Bahngelände und die Bahn konnte machen.

00:30:37: Die mussten keinen Fragen.

00:30:38: Genau!

00:30:41: Die musste sich halt nur ihren Architekten abstimmen.

00:30:44: aber das war dann ein anderer Weg.

00:30:48: Eine Kreisverwaltung gegangen.

00:30:49: Leonhard Weiß ist einfach genial,

00:30:51: die hat für

00:30:53: dieses Projekt einfach die richtigen Maschinen auch zur Verfügung gehabt und sie haben in den Vierundzwanzig

00:30:59: Sieben teilweise gearbeitet an Feiertagen, an Weihnachten, an Wochenenden sowieso, also die haben da echt Gase gegeben Hätten sich zwar gerne noch ein bisschen Luft nach hinten gewünscht, aber

00:31:13: am zwölften Dezember muss die Eröffnung

00:31:14: sein.

00:31:15: Deswegen gibt es jetzt halt auch immer wieder Kinderkrankheiten, weil ihr gesagt

00:31:19: habt eigentlich sind wir noch nicht ganz

00:31:20: so weit.

00:31:21: Wo erleben Sie bis heute vor Säumen ist?

00:31:23: Das meiste ist halt dass ich an der öffentlichen

00:31:28: Hand nichts

00:31:29: tun kann oder das die sich schwer

00:31:31: tun.

00:31:31: natürlich brauche Straße nicht anfangen, wenn da Leonhard Weiß drüber fährt mit schwerstem Gerät, mit Bagger und was nicht gesehen.

00:31:38: Da brauch ich an der Straße nichts machen.

00:31:40: Dann

00:31:40: muss dann halt jetzt erst kommen.

00:31:42: Aber

00:31:43: wenn man für vierhundert Meter vier Monate braucht weiß mal wie lange das Talgeschmärcht ist.

00:31:47: Hat es Ather in heute einen besseren Hochwasserschutz als

00:31:50: vorher?

00:31:50: Gar kein.

00:31:51: Es gibt ein paar Ausgleichflächen

00:31:54: aber... Da sind viel Vercampingplätze wo man einen Teil abbaggert, dass einfach an verschiedenen Stellen mehr Raum da ist.

00:32:02: Dabei müht man sich schon.

00:32:03: Rückhaltebecken, wo man redet ... sehr schwierig zu bauen, soll ich sagen.

00:32:11: Weil sie da riesen Talsperren entstehen würden.

00:32:16: Haben Sie Angst, dass so was noch mal passieren könnte?

00:32:20: Da man die Serbenfehler macht und genau das Holz in der gleichen Ecke liegen lässt... Ja.

00:32:26: Holz in einer gleichen Eke liegen lassen wie...?

00:32:27: Ja,

00:32:28: rechts und links neben der A wächst wieder alles Mögliche an Gehölz.

00:32:32: Man schneidet ab und es bleibt liegen!

00:32:35: Das ist alles mitgeschult.

00:32:37: Da sind ja die ganzen Brücken, das war überall in Ahrweilen.

00:32:40: Damals

00:32:41: haben Bäume, die dann stückweise da waren und teilweise die Durchflüsse begrenzt haben.

00:32:48: Dann hat alles verkeilt.

00:32:49: Mit Wohnwagen, Bäumen und alle möglichen anderen Unrat.

00:32:52: Warum macht man das?

00:32:53: Gibt es einen Grund für oder ... Der Gewässerschutz sagt natürlich, dass die Fische auch einen gewissen

00:32:57: Schatten haben müssen im Wasser.

00:32:59: Und ohne Bäume gibt

00:33:05: es keinen Schatten.

00:33:06: Die Frage ist, wer ist wichtiger?

00:33:07: Ist der Mensch oder die Fische?

00:33:09: Ja!

00:33:09: Weil sie dürfen noch kein Gerüst in den Arsch stellen.

00:33:12: Wegen der Fische.

00:33:13: Darf

00:33:14: auch kein Bagger

00:33:17: durchfahren, weil die Fisch könnten ja aber verankern.

00:33:19: Das ist schon der Lachs da drin...

00:33:21: Man fängt ja auch langsam erst an mit Gewässergestaltung.

00:33:25: Die Flussbetten sind alle zu hoch.

00:33:28: Müsste ausgebackert werden darf man teilweise nicht wegen den Fischen Leichtzeitig und hasst nicht gesehen.

00:33:35: Der Bagger, der aus einer Forelle eine Flunder macht, muss noch geboren werden.

00:33:41: Der Fisch sieht das!

00:33:42: So eine Forelle ist auch eigentlich ganz schön flott also... Was wünschen Sie sich für das Altenaar in den nächsten fünf Jahren?

00:33:51: Dass die Gestaltung um's

00:33:54: Aruf herum,

00:33:56: dass da was passiert, dass hinten in der Saibanstraße dass wirklich die Projekte

00:34:02: umgesetzt werden, die man vorgeschlagen hat.

00:34:05: Was sind das für Projekten?

00:34:06: So ein Veranstaltungsplatz mit zu Terrassen, die zur Ahr runter sind also so gemütliche Ecken und ja und vor allen Dingen, dass wir hier auch

00:34:21: besondere Attraktionen bekommen,

00:34:23: die nicht nur in der Stadt dann sind sondern die tatsächlich auch bis hier

00:34:27: hoch damit die Gäste

00:34:28: auch hier einen Anlaufpunkt haben.

00:34:31: Weil in der Stadt wollen sie einen Skywalk machen.

00:34:33: Da wollen sie eine Hingebrücke irgendwie... Aber hier oben hast du die Burg, ja?

00:34:36: Das Kreuz da oben und dann weiß das immer.

00:34:46: Was braucht es Ahrtal jetzt am dringendsten aus Ihrer Sicht?

00:34:51: Am dringenden braucht man nicht ständig über das Kaputte spricht sondern über das was schon wieder da

00:34:57: ist.

00:34:57: So wie Ihr Hotel jetzt!

00:34:58: Was auch wirklich schönes, also muss ich ehrlich sagen sehr geschmackt sein.

00:35:04: Was noch negativ da ist, das wissen wir und das wird auch noch ein paar Jahre uns begleiten.

00:35:10: Aber die Gäste oder

00:35:12: alle Mitbürger

00:35:15: sollen eigentlich wissen was schon wieder geschaffen wurde Dass man positiv nach vorne geht Und dass wir alle motiviert sind das

00:35:23: zu machen.

00:35:24: Ich hätte sie jetzt gefragt was möchten Sie Menschen sagen dieses A-Teil seit der flug nicht mehr besucht haben?

00:35:29: aber das haben sie gerade getan

00:35:36: Und sie sollen uns nicht bemitleiden.

00:35:39: Ist es so, wenn Sie bemitgleitet?

00:35:41: Teils!

00:35:42: Ja... Dann kommen Sie im Hör, wir wollen Euch doch unterstützen.

00:35:44: Nein, ist ja klar, aber

00:35:47: Sie sollen kommen weil das hier schön ist

00:35:50: und nicht weil Sie

00:35:50: sagen, guck mal

00:35:51: da ist nur kaputt

00:35:52: und so sondern weil es Ihnen hier gefällt.

00:35:55: Das ist wichtig.

00:35:57: Klar man kann nicht alles machen wie vorher, das ist leider so Aber es ist halt so.

00:36:02: Es kommt nach und nach dazu Aber hat nicht alles auf einmal.

00:36:07: Sie haben kölschen Karnevalshitz als Klingelton, heißt das sie lasse sich die Fröhlichkeit nicht verderben?

00:36:13: Muss ja irgendwie nach vorne gucken!

00:36:18: Und wir sind wie eine reinische Frohnheit.

00:36:22: Wir sind mehr Kölner wie Mainzer.

00:36:24: Das ist so... Wie waren hier mal ursprünglich

00:36:27: Kurköln?!

00:36:29: Ganz viel.

00:36:30: Das ist aber schon lange her, oder?

00:36:31: Ja!

00:36:33: So wie die Falzma zu Bayern gehört hat.

00:36:35: Aber

00:36:37: wir fühlen uns einfach eher zur Kölschen Natur hingezogen als jetzt zu einem Mainz-Einland.

00:36:46: Wenn Sie dem Günther lang vom Morgen nach der Flut heute etwas sagen könnten... Was wäre das?

00:36:52: Weiß ich nicht.

00:36:54: Man hat oft gar keine Zeit gehabt über manche Sachen nachzudenken.

00:36:58: Erst mal hat man nur gemacht, wochenlang muss einfach gucken, dass du nicht in Trübs aufhelfälstet.

00:37:09: War das ein Thema hier im Ort oder ist es ein Thema der Passion?

00:37:13: Ja, ja.

00:37:15: Das haben sich nachher auch da einen und anderen aus dem Leben genommen, der es überstanden hat aber der vielleicht keinen Sinn mehr gesehen hat.

00:37:27: Kann man durchaus sich vorstellen wenn einem alles genommen wird und klar

00:37:34: ist auch immer die sache wie habe ich die nacht verbracht?

00:37:36: wir hatten das gefühl wir waren sicher im haus.

00:37:40: andere haben bis mittags nächsten mittag auf dem dach gesessen mit den klamotten diese anhatten wir haben nichts mehr.

00:37:48: ja

00:37:49: wir hatten ja eigentlich alles noch bis aufs gebäude.

00:37:52: wir hatten unsere wohnung.

00:37:53: da ist nichts passiert weil hoch genug ist ihr je nachdem, wie man die Nacht verbracht hat.

00:37:59: Deswegen betrifft einen das auch mehr.

00:38:02: Gut

00:38:03: am Ende.

00:38:04: trotzdem hat man... Geht's ja nicht spurlos an einem Verbotner?

00:38:06: Nein natürlich nicht!

00:38:07: Ich mein durch Freunde Bekannte und allein der andere Tag wenn man dann sieht was... Also ich weiß dass sich zum... also ich habe viele Sachen in meinem Berufsleben vergessen.

00:38:18: Der Tag an dem wir hier durchgelaufen sind weiss ich den werde ich nicht vergessen weil sowas hab' ich vorher noch nie gesehen.

00:38:24: Nie

00:38:25: kannst du da gar nicht.

00:38:28: Und ich glaube schon, dass das was mit einem macht.

00:38:30: Ja!

00:38:31: Das bleibt nicht in der Motten hängelt,

00:38:32: das ist richtig.

00:38:34: Man merkt ja zwischendurch die Tränchen

00:38:35: kommen immer noch.

00:38:38: Nachvollziehbar!

00:38:41: Ja,

00:38:41: vielen Dank!

Über diesen Podcast

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